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Spenden den Protest unterstützen: Kontakt: info@saatgutkampagne.org |
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Kampagne für Saatgut-Souveränität „Zukunft säen – Vielfalt ernten: für krisensicheres und samenfestes Saatgut!” |
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Wir
wollen einer weiteren Verschärfung geistiger Eigentumsrechte
auf Pflanzensorten und einer Monopolisierung des Saatgutes durch
die internationalen Konzerne entgegenwirken. |
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Internationale Saatgut-Tage in Griechenland 21.-23.4.2012 Internationale Saatgut-Tage in Griechenland! Die Erhaltungs- Organisation „Peliti“ hatte für den 21.-23. April nach Nordost-Griechenland eingeladen und viele waren gekommen, auch Aktive aus der Kampagne für Saatgut-Souveränität aus Deutschland, Österreich, Portugal und Frankreich. „Peliti“ – eine Bezeichnung für eine im Norden Griechenlands wachsenden Eichenart – ist eine Organisation für die Erhaltung und Verteilung von Saatgut alter Pflanzensorten, vorwiegend von Gemüsesorten. Ihren Ursprung hat Peliti in der Sammlungstätigkeit von Panagiotis Saitounidis, der von zwanzig Jahren begonnen hatte, Saatgutproben zu sammeln, um dem Verschwinden einer damals noch vorhandene, aber schon schrumpfende Vielfalt von Kulturpflanzen etwas entgegenzusetzen. Vor gut zehn Jahren begannen dann die Saatgut-Festivals von Peliti, bei denen Saatgut gratis an Interessierte abgegeben wird, damit die Sorten in den Gärten weiterhin präsent bleiben. (weiter) |
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- Organisiert Saatgut-Tauschbörsen und Veranstaltungen! - Übersicht: Saatgut-Veranstaltungen? - Wie organisiere ich eine Saatgut-Tauschbörse? - Was gibt es alles an Saatgut /-Börsen /-Kampagnen weltweit / -praktischem Gärtnern - Bücher: gärtnerisches & politisches - „Grazer Erklärung” Europäisches Positionspapier von 2010 - Kompletter Aufruf „Zukunft säen – Vielfalt ernten” -
„Der
Kampf ums Saatgut” - PRESSESCHAU ZU DEN SAATGUT-AKTIONSTAGEN: # "Neues Deutschland" 19/04/2011 Video-Interviews zu Saatgut-Souveränität WORLD CAFÉ zu SAATGUT-SOUVRÄNITÄT Mehr als 40 Perosnen von 17 Organisationen und Gruppen aus 12 europäischen Ländern nahmen am World Café in Brüssel am 18.4.2011 teil, hier die Liste.
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Februar
2012: Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofes zum
Saatgutrecht steht bevor: Die Generalanwältin beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Juliane Kokott hat gefordert, das Vermarktungsverbot aufzuheben, das gegenwärtig für Saatgut von Pflanzensorten gilt, die nicht in offizielle Sortenkataloge eingetragen sind. Dies ist das wesentliche Ergebnis ihres Schlussantrages im Fall „Association Kokopelli gegen Graines Baumaux“. Darin heißt es wörtlich: „Das … Verbot, Saatgut von Sorten zu verkaufen, die nicht nachweislich unterscheidbar, beständig und hinreichend homogen sind … ist wegen Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit, (…) ungültig.“ Die Saatgut-Kampagne „Zukunft säen – Vielfalt ernten“ und die ÖBV / Via Campesina Österreich begrüßen, dass Generalanwältin Kokott die Ungültigkeit des Vermarktungsverbotes feststellt. Wenn das Gericht diesem Antrag folgt – was oft geschieht – werden entsprechende Regelungen in der europäischen Saatgutverkehrsgesetzgebung hinfällig; die EU-Richtlinien für Saatgut und die nationalstaatlichen Umsetzungen dieser Richtlinien müssten in diesem Sinne überarbeitet werden. Dies wäre ein sehr erfreuliches Ergebnis für alle Initiativen und Betriebe, die sich der Erhaltung alter Pflanzensorten, ihrer Weiterentwicklung und der Verbreitung von Saatgut dieser Sorten widmen. Ein Sieg für viele Menschen, die sich der Ausweitung der Vielfalt im Garten und auf dem Acker verschrieben haben! Kokopelli, das französische Netzwerk zur Saatgut-Erhaltung mit 6.000 Mitgliedern, war wegen des Vertriebes nicht eingetragener Sorten zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro und Unterlassung verurteilt worden. Das Berufungsgericht von Nancy hatte die Frage des Vermarktungsverbotes dem EuGH vorgelegt. Gegen die Position von Kokopelli hatten auch der Rat und die Kommission der EU sowie die Regierungen Frankreichs und Spaniens Partei ergriffen.
In
ihrem umfangreichen Schlussantrag bezieht sich Juliane Kokott
positiv auf die Erhaltung der Agrobiodiversität, benennt die
Gefahr der Zerstörung dieser Vielfalt durch die Dominanz des
industriellen Saatgutes und würdigt den Internationalen
Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen (ITPGR-FA) als
Rechtsquelle. Kokott zeigt auf, dass das gegenwärtig noch
bestehende Vermarktungsverbot für bäuerliches
Saatgut eine völlig überzogene Maßnahme ist, die
keinen Bestand haben kann. Folgt das Gericht diesem Antrag, wird
die EU-Kommission die entsprechenden Passagen in den verschiedenen
EU-Richtlinien zum Saatgutrecht aufheben müssen und die
Mitgliedstaaten der EU auffordern müssen, dem zu folgen. Medienhinweise: Presseerklärung von Saatgutkampagne und ÖBV / Via Campesina Austria als PDF Presseerklärung von Kokopelli in deutscher Übersetzung und im französischen Original Aktueller Newsletter Nr. 5 der Saatgutkampagne |
Die Saatgutkampagne wird gefördert durch: |
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16.
Oktober 2011 - Erklärung zum
Welternährungstag: Am 16. Oktober ist Welternährungstag / Welthungertag. Das Forum für Ernährungssouveränität Nyeleni-Europa, das im August in Krems/Österreich stattgefunden hat, ruft für die Woche davor zu dezentralen Aktionen auf. Wir, die Saatgutkampagne, verstehen uns als Teil der Aktionen und Bewegungen für Ernährungs-Souveränität. Wir fordern mit den Worten der „Erklärung von Graz” des 5. Europäischen Saatguttreffens 2010:
Als Zeichen unser Solidarität mit den weltweiten Kämpfen dafür veröffentlichen wir zum 16.10. eine Grußbotschaft von Oliver de Schutter, dem UN Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Diese Videobotschaft hatte er anlässlich der Saatgut-Aktionstage in Brüssel im April 2011 an die Saatgutkampagne und das Europäische BürgerInnen Forum, als einem der InitiatorInnen der Kampagne geschickt. Oliver de Schutter beschäftigt sich mit Saatgutpolitik und dem Verhältnis zwischen dem Zugang zu Saatgut und dem Recht auf Nahrung. Sein Fokus liegt auf der Situation in Entwicklungsländern und darauf, was die europäische und globale Entwicklung der Saatgut-Gesetzgebung für KleinbäuerInnen bedeutet: „Wir dürfen auf keinen Fall eine Situation dulden, in der die Verbreitung kommerziellen Saatguts auf Kosten von traditionellen und bäuerlichen Sorten erfolgt.” Medienhinweise: Der Text in deutscher Übersetzung Video mit englischen Untertiteln online schauen. Video zum Download (70 MB!) Aktueller Newsletter Nr. 4 der Saatgutkampagne |
Aktionstage
in Portugal – Bericht (portugiesisch): 17./18.
April: Aktion
in der Schweiz: Initiatoren
der Kampagne: 5. Treffen der europäischen Saatgut-Initiativen „Let‘s liberate diversity” Graz, 25.-27. März 2010 Der Film zum Thema „Saatgut”, Interviews mit Gästen und OrganisatorInnen der Saatgut-Tagung in Graz 2010. |
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Stationen des Reformprozesses des EU-Saatgutrechts Oktober 2011: Die EU Generaldirektion SanCo hat die Antworten auf die Umfrage von Mai 2011 online gestellt! |
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Mai
2011: Die
EU
Generaldirektion SanCo hat einen Optionenvergleich
für verschiedene Szenarien der Reform der
Saatgut-Gesetzgebung veröffentlicht und bittet um
Stellungnahme auf einem Antwortbogen..
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Freies
Saatgut für alle! |
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Europäische Saatgutbörse in Brüssel mit großer internationaler Beteiligung
„Saatgut-Tauschbörsen gibt es in einzelnen europäischen Ländern schon, dies ist aber die erste auf europäischer Ebene“, sagte der deutsche Mitorganisator Jürgen Holzapfel, der selbst Landwirt ist und alte Weizensorten anbaut. „Solche Tauschbörsen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhalt der landwirtschaftlichen Pflanzenvielfalt.“
„Die Bedeutung des Saatguts erkennt man in der Türkei daran, dass nur diejenigen, die Saatgut vermehren können, Bauern genannt werden. Die anderen nennt man ‚Feldwächter’“, erzählte Abdullah Aysu, Präsident des Bündnisses von Bauernvereinigungen in der Türkei (Çiftçi Sen), das mehr als 40 000 Kleinbauern vertritt. Çiftçi Sen ist Mitglied bei Via Campesina und beteiligte sich deswegen an der Saatguttauschbörse in Brüssel.
Weitere Informationen: International Coalition to Protect the Polish Countryside: www.icppi.pl Çiftçi Sen: www.karasaban.net
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Über 58.000 Unterschriften an EU-Parlamentarier übergeben Bunter Demonstrationszug durch Brüssel auf "Anti-Lobby-Tour"
In ihrer Antwort auf die Übergabe der Unterschriften bezeichnete die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, die Belgierin Isabelle Durant, die Demonstranten als eine Avantgarde, die wichtige Themen ansprechen würden. Sie forderte dazu auf, dies auf allen Ebenen und auch in den Heimatländern zu tun. Gemeinsam mit ihren Parlamentskollegen Marc Tarabella und Kriton Arsenis nahm sie die Unterschriften in Empfang. Diese lagen in drei Schubkarren und wurden so von den Abgeordneten eigenhändig zum EU-Parlament geschoben. Tarabella sagte bei der Übergabe zu, eine Untersuchung über die möglichen Folgen der Reform der EU-Saatgutgesetzgebung in Auftrag zu geben.
"Die Aktionstage waren ein voller Erfolg!" resümiert Mitorganisatorin Anne Schweigler von der Saatgutkampagne und sieht optimistisch in die Zukunft: "Die Begeisterung und das Interesse vieler Menschen an der Saatgut-Tauschbörse und die kritische Kreativität vieler engagierter Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen vermitteln Hoffnung. Hier werden konkrete und praktikable Alternativen zur fortschreitenden Privatisierung aller Bereiche des Lebens und des Lebendigen aufgezeigt."
Fotos auf Anfrage auch in größerer Auflösung: -1.: Der Demonstrationszug zieht in Richtung EU-Parlament (Foto: Johannes Geiermann) -2.: Jürgen Holzapfel, Saatgutkampagne, und MEP Marc Tarabella bei der Übergqbe der Unterschriften (Foto: Anne Schweigler) -3.: MEP Marc Tarabella, Vizepräsidentin Isabelle Durant und MEP Kriton Arsenis fahren die Schubkarren zum EU-Parlament (Foto: Johannes Geiermann) |
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ein
Diskussionsbeitrag Saatgut ist zusammen mit Wasser und Boden das wichtigste Produktionsmittel für Landwirtschaft und Gartenbau – es sind die Grundlagen unserer Ernährung und unseres Lebens.
Im
folgenden Text wird der Zustand des Saatgutverkehrsrechtes als
eines wichtigen Teilbereiches des Saatgutrechtes
dargestellt, der Zusammenhang dieses Rechtes mit dem Verlust
landwirtschaftlicher Vielfalt aufgezeigt und dann die geplante
Revision der EU-Saatgut-Gesetzgebung im Einzelnen dargelegt.
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La
Via Campesina, 16.3.2011: |
Vom 25. bis 27. März 2010 versammelten sich in Graz, Österreich, 160 VertreterInnen europäischer Saatgutnetzwerke, von Initiativen zur Erhaltung, Nutzung und Verbreitung der pflanzlichen Vielfalt, zivilgesellschaftlicher Organisationen, GärtnerInnen, ZüchterInnen, Bauern und Bäuerinnen aus mehr als 20 Ländern beim 5. Europäischen Saatguttreffen „Let´s liberate diversity!“. (...) Grazer Erklärung: Freiheit für Vielfalt (...) Wir fordern:
Diese Forderungen richten sich an die Regierungen und an die Europäischen Institutionen. Die TeilnehmerInnen des 5. Europäischen Saatguttreffens in Graz am 27. März 2010 |
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Wir wollen einer weiteren Verschärfung geistiger Eigentumsrechte auf Pflanzensorten und einer Monopolisierung des Saatgutes durch die internationalen Konzerne entgegenwirken. Wir rufen zu einer europaweiten Saatgutkampagne auf: - für gentechnikfreie Saatgut- und Sortenvielfalt, - für die Rechte der Bauern und Bäuerinnen im Umgang mit Saatgut aus eigener Ernte, - für Transparenz im Saatgutbereich und für langfristige Ernährungssouveränität! Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die EU-Kommission 2008 begonnen, das EU-Saatgutverkehrsrecht zu überarbeiten. Die Änderungen sollen bis Ende 2011 in Kraft treten. Unter der Bezeichnung „Better Regulation“ will sie beim Saatgutrecht Bürokratie abbauen und die Gesetze vereinheitlichen. Zur Zeit wird der Saatgutverkehr in der EU durch 12 Richtlinien geregelt, die in den EU-Ländern unterschiedlich umgesetzt werden. Eine Evaluation der jetzigen Gesetzgebung wurde privaten Firmen unter der Leitung des Consultingbüros „Arcadia“ übertragen, welches bereits mehrfach für die Gentechnik-Industrie tätig war. Seitdem die ersten Saatgutverkehrsgesetze in den 1960er Jahren verfasst wurden, hat sich der Saatgutmarkt zu einem internationalen Business entwickelt. Die zehn größten Saatgut-Konzerne kontrollieren inzwischen 57% des weltweiten Saatgutmarktes. Die führenden Saatgut- und Agrarchemiekonzerne – unter ihnen Bayer, Monsanto, Syngenta, Limagrain, BASF - üben auf die Änderungsvorhaben der EU entscheidenden Einfluss aus. Hier der komplette Text unseres Aufrufes zum Engagement gegen die neue EU Saatgutgesetzgebung |
UnterstützerInnen
der Kampagne: Red Andaluza de Semillas (Spanien) BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie Aktionsnetzwerk globale Landwirtschaft Europäische Kooperative Longo Mai Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e.V. Basler Appell gegen Gentechnologie (CH) Percy Schmeiser; Rapsfarmer aus Kanada Peliti – Saatgut-Tauschnetz in Griechenland (HE) |
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Hintergrundartikel
von Anne Schweigler und Peter Clausing: |
Vergangene Ereignisse: |
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Fr.
14. - So. 16.1.2011: Seminar „Kämpfe um Saatgut“
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5.
Europäische Saatgut-Tagung |
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Impressum:
verantwortlich für diese Homepage: |
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